Blogparade – Helden meiner Kindheit

Blogparade – Helden meiner Kindheit

Vor einiger Zeit bin ich mit der Blogparade von PinkePank zu den 1000 Fragen über mich selber gestartet. Dort tauchte eine Frage zu den Helden meiner Kindheit auf. Diese Frage hat mich nicht losgelassen und ich grübelte lange darüber nach. Denn so leicht und schnell war sie für mich nicht zu beantworten. Es gibt nämlich mehrere Helden meiner Kindheit und die natürlich nicht ohne Grund.

Da ich die Frage so interessant finde und mich auch interessieren würde, wer eure Helden aus eurer Kindheit sind und vorallem warum,  starte ich meine erste Blogparade.

Wer sind eure Helden aus der Kindheit? Mama und Papa? Der tolle Nachbar? Euer Kuscheltier? Oder vielleicht sogar ein imaginärer Freund? Es könnte aber euch eine bestimmte Comicfigur sein. Ganz egal, wer euer Held war…erzählt mir warum das so ist, welche Erinnerungen ihr damit verbindet und ob euch das vielleicht in irgendeiner Art geprägt hat. Jeder Beitrag ist herzlich willkommen und ich freue mich, wenn ganz viele mitmachen.

Schickt mit gerne eure Beiträge zu oder hinterlasst euren Link in den Kommentaren. Ich werde jeden einzelnen unter diesem Beitrag verlinken und würde mich freuen, wenn ihr dasselbe macht. So können viele daran teilhaben und es zieht größere Kreise.Die Blogparade geht bis zum 30. September 2018.

Los gehts. Viel Spass!

 

Meine Helden aus meiner Kindheit

 

Mein Opa

Mein Opa ist gestorben als ich 11 Jahre alt war. Aber bis dahin habe ich wirklich tolle Erinnerungen an ihn. Er war im Kohlewerk tätig und wie es hier auf dem Lande so üblich war, sind die Männer nach getaner Arbeit in die Dorfkneipe. ,,Ein Bier, ein Schnaps.” So war die Devise. Mein Opa vertrug nicht allzuviel und so torkelte er oft schnell heim und erzählte uns dann die lustigsten Geschichten. Oder es passierte ihm mal wieder ein Malheur. Immer hatte er irgendeinen Blödsinn im Kopf, um uns Kinder zu foppen oder zu ärgern.

Einige Dinge sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. 3 Geschichten von meinem Opa möchte ich euch erzählen.

 

  1. Meine Eltern haben ein Haus im Garten unserer Großeltern gebaut. Eines Tages holte unser Opa meinen Bruder und mich vom Kindergarten ab und er hatte den Arm in Gips. Er erzählte uns eine phantastische Geschichte, wie er hoch oben auf dem Dach gestanden hätte und plötzlich bis in den Keller gefallen wäre. Natürlich hat er die Story sehr spannend ausgeschmückt und ich weiss noch wie ich dachte: Wow, mein Opa ist ein Superheld und unkaputtbar. Fakt war natürlich, er hatte Riesenglück und ist tatsächlich von oben bis unten gefallen. Aber für mich war er der Held schlechthin. Ebenso ist ihm mal ein Stein auf den kleinen Finger gefallen. So hatte er nur noch einen halben Finger aus dem eine spitze Kralle wuchs, die vom Fingernagel übrig war. Uns erzählte er, er wäre in seinem früheren Leben ein Pirat gewesen :-).
  2. Wie schon gesagt trank mein Opa gerne mal ein Bierchen .Das sah meine Oma aber gar nicht gerne und so hatte er überall Verstecke, in denen angebrochene Bierflaschen standen. Für uns Kinder war es ein mega Spass die Bierflaschen woanders zu verstecken sobald Opa, wie jeden Tag, in seinem Sessel eingeschlafen war. Dummerweise vergaßen wir dann oft selber, wo wir sie dann überall versteckten. Als meine Mutter wieder arbeiten ging, sollte mein Opa nach der Schule auf uns aufpassen. An einem Tag war er aber so fest eingeschlafen, dass wir vor der zuen Tür standen und nicht ins Haus kamen. Also sind mein Bruder und ich losgezogen und waren bis spätabends auf Entdeckungstour. Unsere Mama ist ausgeflippt und das halbe Dorf suchte nach uns und Opa bekam mächtig Ärger. Wir hatten aber einen der tollsten Tage unseres Lebens und Opa grinste nur als wir ihm sagten, er könne ruhig öfter einschlafen :-). Ab da durfte Opa allerdings nicht mehr auf uns aufpassen. 
  3. Dank Opa haben wir wirklich lange an den Osterhasen geglaubt. Jedes Jahr an Ostern ist er mit uns in den Schloßpark gegangen. Was wir nicht wussten war, dass er bereits vorher dort war und im ganzen Park Ostereier und Süßigkeiten versteckt hatte. Während wir dort rumrannten fielen immer wieder kleine Schokoeier von den Bäumen. Die hat mein Opa natürlich immer gekonnt geworfen, was wir in dem Alter aber nicht bemerkten. So haben wir noch lange lange an den Osterhasen geglaubt und es war jedes Jahr aufs Neue toll mit Opa in den Park zu gehen.

 

Meine Oma

Meine Oma, auch Tic-Oma genannt (von Uroma=Uhr= Tictac) ist eine wirklich besondere , dickköpfige und eigensinnige 84 jährige Frau. Ebenso wie Opa ist sie für jeden Spass zu haben und hat auch schon einigen Blödsinn mit uns gemacht. Sie spielt sehr gerne Spiele und ist die schlechteste Verliererin der Welt. Außerdem will sie ständig um alles wetten.

Das beste waren immer die Abende, wenn Oma auf uns aufpassen sollte. Wir haben dann immer zu dritt ein Picknick auf der Couch gemacht und darauf gewartet, dass Oma einschläft. Denn dann haben wir die ganze Nacht gucken können, was wir wollten. So haben wir schon im frühen Alter Sendungen wie ,,Eis am Stiel” oder der ,,Weisse Hai” geschaut. Natürlich ist es irgendwann rausgekommen als wir mal ,,Jack the Ripper” gesehen haben und Alpträume hatten. Ab da durfte auch Oma nicht mehr auf uns aufpassen :-). Uns ist es aber als eine der schönsten Erinnerungen im Gedächtnis geblieben, die Abende mit Oma. Allerdings weiss ich das ja nur zu gut und passe jetzt immer auf, wenn mein Sohn bei der Tic-Oma ist.

Mein Sohn liebt meine Oma über alles weil sie immer viel Quatsch mit ihm macht. Neulich habe ich ihn bei ihr abgeholt, sie lag auf der Couch und war übersät mit Holzwäscheklammern, die mein Sohn überall an ihr feststeckte. Sie konnte sich nicht mehr rühren. Auch unvergesslich ist, dass sie mich manchmal anruft, irgendetwas von mir möchte, zB dass ich ihre Haare schneide, sich aber nicht traut direkt zu fragen. Also redet sie drumrum, erzählt irgendwelche Geschichten und legt dann einfach während sie noch redet auf, in der Hoffnung ich hätte schon verstanden was sie will. Weiss ich es aber nicht dann wird mir Tage später vorgeworfen, sie hätte mich doch angerufen und mir Bescheid gesagt, dass ich ihre Haare schneiden soll.

 

Jetzt wisst ihr, wer meine Kindheit geprägt hat. Da meine Oma noch lebt habe ich die peinlichen Geschichten ausgelassen. ZB wie wir mal Jahre nach dem Tod meines Opas, ihren neuen Freund in gekonnter Columbomanier, (ums Haus schleichen, im Auto verfolgen…) ausspionieren mussten, weil sie dachte er hätte eine andere Freundin. Das waren noch viel später die tollsten Geschichten auf jedem Fest. Ups jetzt habe ich es doch verraten:-)

Ihr seid dran. Erzählt von euren Helden aus eurer Kindheit. Ich bin schon ganz gespannt.  

 

Einen sehr schönen Beitrag zur Blogparade findet ihr bei Thorsten von Blog-Pirat. Schaut mal rein.

9After Geek hat ebenfalss einen interessanten Beitrag zum Thema geschrieben.

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21 Kommentare

  1. August 22, 2018 / 1:11 pm

    Liebe Melanie,
    meine Oma war auch meine Heldin. Deshalb habe ich sie dann auch bis zu Ihrem Tod betreut.
    Alles Liebe
    Annette

  2. August 22, 2018 / 3:24 pm

    so ein zuckersüße Story meine liebe Melanie 🙂
    ich bin ja leider so gut wie ohne Großeltern aufgewachsen, da diese früh gestorben sind! so einen richtigen Kindheitshelden habe ich eigentlich nicht, aber meine Schwester war zumindest immer ein ganz tolles Vorbild für mich!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  3. August 22, 2018 / 4:05 pm

    Liebe Melanie,

    was für eine tolle Blogparade! 🙂 Und so schön, dass Deine größten Helden direkt aus der Familie kommen, was
    gibt es Schöneres?

    Liebst, Elisa

  4. August 23, 2018 / 4:27 am

    Liebe Melanie,

    ich hatten den Post gestern schon gelesen. Die Idee ist spitze! Und jetzt bin ich echt am überlegen, ob ich einen Held in meiner Kindheit hatte.
    Das ist so süß! Meine eine Oma ist früh verstorben, die andere lebte in der DDR und ich hab sie nicht oft gesehen. Meine Opas kenne ich leider nicht. Ich hätte gern mehr Zeit mit ihnen gehabt.

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

  5. August 23, 2018 / 8:06 am

    Das ist ja eine richtig spannende Frage und ich musste selbst natülrich gleich einmal überlegen wer meine Helden waren! Gar nicht so einfach, ist ja doch schon wieder ne Zeit her ;D! Die Geschichten von deinem Opa find ich gerade superlustig zu lesen-als Kind hat man da einfach so einen anderen Zugang zu vielen Dingen und das macht es auch so spannend wieso manche Menschen damals für uns Helden waren 🙂

    Viele Grüße
    Denise

  6. August 23, 2018 / 7:02 pm

    Das war sehr interessant zu lesen. Toller Beitrag über deinen Opa und deine Oma 🙂 Ich habe meine Oma immer Eier-Oma genannt, weil sie die Überraschungen aus den Überraschungseiern gesammelt hat.

    LG Steffi

  7. August 24, 2018 / 6:08 pm

    Ein sehr persönlicher und wunderbar geschriebener Beitrag 🙂 Hab ich gern gelesen! Für mich würde ich diese Frage wohl auch mit meinen Großeltern beantworten – sie haben mir einfach total viel mit auf den Weg gegeben.

    Liebste Grüße,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

  8. August 25, 2018 / 9:12 am

    Liebe Melanie, die Frage hätte ich auch schon und fand sie auch sehr klasse. Ich dachte mir auch schon, dass in ihr etwas mehr Potenzial steht als sie nur zu beantworten. Ich finde deine Beitrag sehr interessant und finde es ist sehr wichtig Kindheitshelden außer Mama und Papa zu haben. Deine blogparade finde ich eine super Idee und ich werde mich da gerne anschliessen. Schließlich habe ich auch meine Kindheitshelden.

  9. August 29, 2018 / 6:18 pm

    Liebe Melanie, zuerst mal freue ich mich sehr, deine schöne Seite gefunden zu haben.
    Total netter Beitrag!
    Da meine Großväter beide recht früh gestorben sind, war auch meine Oma meine Kindheitsheldin.
    Ich denke sehr gerne an die Zeit mit ihr zurück und bin froh, dass ich sie auch recht lange haben durfte…
    Lieben Gruß
    Martina von http://www.stielreich.at und http://www.stielreich.at/blog/

    • September 17, 2018 / 6:52 pm

      Liebe Martina, ganz lieben Dank für deinen netten Kommentar. Deine Seite gefällt mir auch sehr gut.

  10. September 6, 2018 / 8:28 am

    Oh ja, wir alle haben die Helden unserer Kindheit – bei mir war es auch meine Oma. Als sie vor 3 Jahren gestorben ist, hat sie ein riesiges Loch in unserer Familie hinterlassen. Aber das ist nun mal der Lauf der Zeit. :/
    Auch wenn die Helden nicht mehr auf der Welt sind, in unseren Gedanken leben sie weiter.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

  11. September 6, 2018 / 8:13 pm

    So ein schöner Artikel!! Meine Großeltern haben mir auch sehr viel bedeutet. Aber bei mir ist es schon eine Comicfigur. Ich wollte genauso besonders und nicht langweilig sein. Sie hatte mir immer Mut gemacht wenn man alleine war. Eigentlich richtig blöd aber als Kind denkt man ja noch viel anders

    • September 17, 2018 / 6:52 pm

      Vielen Dank liebe Julia 🙂 Ich fand als Kind Mila Superstar immer so toll.

  12. September 7, 2018 / 10:59 pm

    Oh Helden meiner Kindheit – da musste ich auch ganz spontan an meinen Opa denken. Er war so ein toller Mann, der leider viel zu früh gegangen ist.

    Gruss
    Natascha

    • September 17, 2018 / 6:51 pm

      Liebe Natascha, das tut mir sehr leid. Mein Opa ist leider auch viel zu früh gestorben.

  13. September 13, 2018 / 4:02 pm

    Hallo Melanie,

    ich habe Deine Blogparade gesehen und spontan einen Text dazu geschrieben. Du findest ihn hier auf meinem Blog:

    https://blog-pirat.com/helden-meiner-kindheit-blogparade/

    Deine Blogparade habe ich eingebunden und hoffe das es noch einige andere fleißige Blogger gibt, die unserem Beispiel heldenhaft folgen 😉

    Liebe Grüße
    Blog-Pirat

    • September 13, 2018 / 6:26 pm

      Hallo Blog-Pirat
      ich freue mich sehr, dass du einen so schönen Beitrag zur Blogparade geschrieben hast und habe dich sehr gerne verlinkt. Hab einen schönen Abend.

  14. September 17, 2018 / 12:47 pm

    Ich habe bereits vor vier Jahren so einen Artikel geschrieben und nach einer Prüfung muss ich feststellen, er ist noch immer gültig. Hinzfügen werde ich allerdings den Link zu diesem Beitrag hier. Viel Spaß damit.

    • September 17, 2018 / 6:50 pm

      Hallo Stefan, vielen Dank für deinen Beitrag. Habe dich sehr gerne verlinkt.

  15. September 30, 2018 / 8:44 am

    Guten Tag,
    ich hab eine etwas künstlerische Verarbeitung meines Helden. Es ist mein Bruder und ich beschreibe nicht nur in diesem einen Post diese Bindung zu ihm. Auch wenn er junger ist als ich, so ist er immer mein Held in unserer Kindheit, im jetzt und in der Zukunft!
    https://yvprysm.blogspot.com/2018/07/sucker-gun.html

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