Taschengeld: warum, wieviel, wofür + Taschengeldtabelle

Taschengeld, Sparschwein, Münzen

Erinnert ihr euch noch an euer erstes Taschengeld? Ich weiss nicht mehr ab wann ich es bekam aber ich weiss noch was ich damit gemacht habe. Bei uns um die Ecke gab es einen kleinen Tante Emma Laden und der hatte so wunderbare Süssigkeiten, die man damals noch für ein paar Pfennig ( ja Pfennig, wer kennt´s noch?) kaufen konnte. Ach war das herrlich.

Als unser Sohn 4 Jahre alt wurde, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, ob wir mit dem Taschengeld starten sollten. Zu diesem Zeitpunkt hat er angefangen beim einkaufen nach Süßigkeiten oder Spielzeug zu fragen. Nach einiger Recherche haben wir uns damals entschlossen ihm wöchentlich 0,50 Cent zu geben. Doch warum ist das Taschengeld so wichtig und wieviel ist angemessen?

Warum Taschengeld so wichtig ist!

Alle Eltern wünschen sich doch, dass ihre Kinder selbständig werden und später auch mal gut mit Geld umgehen können. Den Baustein dazu kann man bereits im frühen Kindesalter legen. Durch die Bezahlung von Taschengeld können Kinder lernen wie der Umgang mit Geld funktioniert, das man bestimmte Dinge nur mit Geld kaufen und eben dieses auch schnell weg sein kann. Genauso gut lernen sie aber auch, dass man Geld ansparen kann um sich dann evtl. etwas ,,größeres“ kaufen zu können. Außerdem stärkt es das Selbstbewusstein der Kinder, wenn sie sich etwas von ihrem eigenen Geld kaufen können.

Wieviel ist angemessen?

Ihr müsst natürlich selber entscheiden wieviel Taschengeld für euer Kind angemessen ist. Und auch, ob ihr es wöchentlich oder monatlich auszahlt. Ab einem gewissen Alter entscheiden sich viele Eltern für ein Taschengeldkonto. So können Kinder/Jugendliche gleichzeitig den Umgang mit einem Sparkonto erlernen. Um euch eine kleine Richtlinie über die Taschengeldhöhe zu geben, füge ich euch die vom Deutschen Jugendinstitut empfohlene Taschengeldtabelle ein.

Taschengeldtabelle

wöchentlich

unter 6jährige: 0,50 – 1€
6 Jahre: 1€ – 1,50€
7 Jahre: 1,50€ – 2€
8 Jahre: 2€ – 2,50€
9 Jahre: 2,50€ – 3€

monatlich

10 Jahre: 16€ – 18,50€
11 Jahre: 18,50€ – 21€
12 Jahre: 21€ – 23,50€
13 Jahre: 23,50€ – 26€
14 Jahre: 26€ – 31€
15 Jahre: 31€ – 39€
16 Jahre: 39€ – 47€
17 Jahre: 47€ – 63€
18 Jahre: 63€ – 79€


Taschengeld

Wofür darf das Taschengeld ausgegeben werden?

Grundsätzlich sollten Kinder selber entscheiden dürfen was sie von ihrem Taschengeld kaufen, ohne dass sich die Eltern ständig einmischen. Nur so lernen sie auch die Verantwortung dafür zu übernehmen wenn es doch mal ein Fehlkauf war oder das Geld zu schnell aufgebraucht ist. Allerdings müssen die Eltern ein Auge darauf haben, dass es auch altersentsprechend ist.
Auch ich muss mich oft zurückhalten wenn unser Sohn das 538. exakt gleich aussehende Radiergummi kauft. Aber es ist sein Geld und somit seine Entscheidung.

Taschengeld sollte immer ohne ,,Wenn“ und ,,Aber“ gezahlt werden. Taschengeldentzug als Bestrafung einzusetzen setzt Kinder unnötig unter Druck.
Auch als Belohnung schafft es ebenso Druck.

Tipp: Ab einem gewissen Alter kann man gemeinsam mit den Kindern überlegen, ob sie sich als kleines Extra ab und zu etwas Geld hinzuverdienen können. Z.B. in dem sie bestimmte Aufgaben im Haushalt erledigen, die nicht zu ihren alltäglichen Aufgaben gehören.



Unser Sohn bekommt jetzt seit 3 Jahren Taschengeld und mit der Zeit hat er sehr gut gelernt verantwortungsvoll damit umzugehen. Natürlich sind auch mal unüberlegte Fehlkäufe dabei, aus denen er aber schnell lernt. Mittlerweile spart er meistens für größere Dinge und ist mächtig stolz wenn er sich das ganz alleine kaufen konnte.

Bekommen eure Kinder Taschengeld und falls ja, wieviel? Wann seid ihr damit gestartet? Erzählt doch mal.

Fotocredit: Pixabay Kevin Schneider

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1 Kommentar

  1. Mai 26, 2021 / 9:27 pm

    Vielen Dank für den wichtigen Artikel! Wir starten immer mit Beginn des Vorschuljahres, dann mit 1,-€ pro Woche. Später wird es dann erhöht.
    Es ist wirklich wichtig, dass die Kids den Umgang mit dem Geld richtig erlernen und nicht ewig daran glauben, dass das Geld einfach immer aus dem Automaten kommt, sondern gut eingeteilt werden will.

    Herzliche Grüße,
    Simone

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