Wege in die Selbständigkeit – Erfahrungsbericht von Lena Wehmeyer – Freelancerin

 

Unbezahlte Werbung /  Verlinkung

Mich hat schon viel positives Feedback zum ersten Teil meiner Blogreihe ,,Wege in die Selbständigkeit” erreicht. Dort ging es um die ersten Schritte zur Selbständigkeit. Wer den Beitrag noch nicht gelesen hat, kann das hier nachholen. Im heutigen Beitrag habe ich einen Gastartikel von Lena Wehmeyer für euch. Sie arbeitet als Freelancerin und erzählt in ihrem Beitrag, von ihren Erfahrungen, wie sie zur Selbständigkeit gefunden hat und von den Vor- und Nachteilen. Im nächsten Teil meiner Serie werde ich euch die Vor- und Nachteile zur Selbständigkeit noch etwas intensiver erläutern. Viel Spass mit dem Artikel von Lena.

 

 

Gastartikel von Lena Wehmeyer

Selbstständig – was heißt das?
Jeder kennt die Entgegnung auf „Ich bin selbstständig.“
„Ah, Du bist selbst und ständig!“
Genau deswegen musst Du das, was Du machst aus Leidenschaft machen.
Denn meistens leistet man mehr als bei einer 9 to 5 Festanstellung.
Ich arbeite ausschließlich für mich selber und bin kein Rad einer großen
Maschinerie.
Alles was ich leiste, kommt bei mir wieder an und alles was geschieht, liegt
in meiner Verantwortung.
Ich bin mein eigener Chef, plane meinen Tag, meine Kunden, meine
Aufgaben, meine Freizeit und vor allem mich selber.
Das hört sich rosig an? Ist es auch! Aber nicht nur. Wer sich auf den Weg in
die Selbstständigkeit macht, hat einige Hürden zu überwinden.
Ich habe mich aus einer besonderen Situation heraus selbstständig
gemacht.
Wegen eines Jobs bin ich nach München gezogen. Nachdem ich dort einige
Jahre bei einem großen Medienunternehmen angestellt war, kam der
Zeitpunkt für mich wieder nach Hause zu gehen.
An dem Tag an dem sich alles änderte ,war ich für ein paar Tage zu
Hause. Ich fühlte mich rundum wohl und war doch gleichzeitig mal wieder
so genervt, dass wieder alles nur „auf Zeit“ war.
600km hin, um vier Tage später wieder 600km zurück zu fahren oder zu
fliegen.
Dass es so nicht immer weitergehen konnte, war mir schon länger
bewusst. Aber vielleicht hatte mir bis zu dieser Zeit der letzte Funke Mut
gefehlt.
Und so fiel an diesem Tag eine so schwere und gleichzeitig so einfache
Entscheidung:
Ich kündigte und zog zurück nach Düsseldorf.
Wieder zurück in München und bei der Arbeit, reichte ich sehr schnell
meine Kündigung ein. Mit der Kündigungsfrist war ich dann noch 3 bis 4
Monate arbeiten und wusste in dieser Zeit auch noch nicht so richtig wohin
mit mir. Große und kleine Pläne, die Wirklichkeit geworden sind und zu
dieser Zeit noch einen aufregenden Weg vor sich hatten.
Nach circa 8 Jahren kam ich nach Hause. Was nun?
In Gedanken war ich alles: Coach, Psychotherapeutin, Floristin,
Schreinerin, Ladenbesitzerin, Malerin, Autorin, Imbißbudenbesitzerin,
Hundehotelleiterin, Tierpflegerin…glaubt mir, das war kein Brainstorming
mehr, sondern eine regelrechte Brainexplosion.
Aber was ist ein „Break“ ohne eine vernünftige Auszeit?
Vier Wochen Backpacking in Thailand standen an. Heutzutage nicht mehr
sehr originell, aber dennoch super aufregend. Um sich zu erholen ist
Backpacking, ohne zu wissen wo man kommende Nacht schläft, vielleicht
nicht das Richtige. Aber meine Freundin und ich hatten eine tolle Zeit und
ich werde diese Wochen nie vergessen, denn diese waren der Beginn
meines Neustarts.
Mein finaler Entschluss, mich selbstständig zu machen, stand erst fest, als
ich wieder zu Hause in Düsseldorf war.
Ich habe mich hingesetzt und auf einem Blatt Papier niedergeschrieben,
was ich schon gemacht habe, was ich kann, was mir Spaß macht und was
ich gerne lernen würde.
Im Ernst – es hilft sehr, nicht nur jobtechnisch, Dinge aufzuschreiben und
schwarz auf weiß zu sehen. Manchmal sieht man nämlich den Wald vor
lauter Bäumen nicht.
Dann lief es an. Langsam, aber es lief und ich habe meine ersten Kunden
gewonnen, mit denen ich bis heute super gerne zusammenarbeite.
Tatsächlich habe ich meine erste Kundin über eine klassische Jobbörse
gefunden und die weiteren Kunden über eine Freelancer Jobbörse. Der Rest ging
letztendlich über Mundpropaganda und Connections und es ist immer Luft
nach oben.
Was mir an der Selbstständigkeit sehr gefällt ist das „Geben“ und
„Nehmen.“ Meine Kunden arbeiten mit mir auf Augenhöhe und ich durfte
schon sehr viel dazu lernen und krame Fähigkeiten hervor, von denen ich
nicht mehr wusste, dass ich sie besitze.
Ein großes Thema ist die finanzielle Sicherheit, die einem bei einer
Festanstellung gewährt wird.
Wer in die Selbstständigkeit startet, sollte auf jeden Fall Ersparnisse
bereithalten, denn der Anfang ist kein Goldrausch. Und es gibt auch
immer noch Tage, an denen ich Festanstellungen durchscrolle, weil die
letzten Wochen wieder kämpferisch waren.
Aber am Ende des Tages ist es meine Leidenschaft und ich kann monatlich
beobachten, wie das ganze Konstrukt Step by Step wächst.
Ein weiterer Punkt ist das Homeoffice. So sehr ich es am Anfang gefeiert
habe, desto einsamer wurde es von Zeit zu Zeit. Deswegen versuche ich
so oft wie möglich in Cafés zu gehen und habe mein Büro ausgelagert.
Derweil scrolle ich mich von Zeit zu Zeit durch Bürogemeinschaften in
Düsseldorf – wer also über das gleiche nachdenkt – gerne anschreiben.
Resultierend sollte der nötige Respekt vor einer Selbstständigkeit
vorhanden sein denn, wie schon vorher erwähnt, sind die Zeiten nicht
immer rosig.
Aber für eine richtige Leidenschaft, zahlt es sich doppelt und dreifach aus.
Nicht aufgeben und weitermachen!
Loving Carli SelbständigkeitKurzprofil
Background:
Marketing-und Kommunikationsfachwirtin, DAMK
Medien-, Sport-und Eventmanagerin, Bachelor of Arts
Agentur- undUnternehmenserfahrung in den Branchen:
Kommunikation, Medien, TV-Werbung, Marketing,
Social Media, Public Relations
etc.
Freelancerin seit 2016
Lena Wehmeyer – Virtual Artist
  • virtuelle Zusammenarbeit
  • Marketing
  • Marketingkonzeption
  • Ideenfindung
  • Blogwriting
  • Redaktion
  • Social Media Management
  • Community Management
  • Redaktionspläne
  • Content Management

Shownotes

Website:
Xing:
https://www.xing.com/profile/Lena_Wehmeyer
Linkedin:
https://www.linkedin.com/in/lena-wehmeyer
Instagram:
Pinterest:
https://www.pinterest.de/LenaWehmeyerPromotionBeratung/
Twitter:
https://twitter.com/Lena_Wehmeyer
Facebook:

 

Ich hoffe, der Beitrag hat euch gefallen. Vielen Dank an Lena, für den ehrlichen Beitrag. Wie war euer Weg in die Selbständigkeit? Oder seid ihr vielleicht gerade dabei euch selbständig zu machen?

Teilen:

14 Kommentare

  1. August 20, 2018 / 6:22 pm

    Hallo, das ist ein interessanter Gastbeitrag. Ich finde man muss sich das gut überlegen und sich gut informieren wie und was man machen soll, damit es dann auch klappt.
    Liebe Grüße Bo

  2. August 20, 2018 / 6:29 pm

    Ja, Selbständigkeit ist nicht immer einfach und braucht viel Planung. Aber das Wichtigste ist, nicht zu schnell aufgeben.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    Lg. Anna

  3. August 20, 2018 / 8:00 pm

    Toller Beitrag. Sich selbstständig zu machen braucht Kraft und Mut! Ich habe mich schon ein paarmal selbstständig gemacht, allerdings war es echt schwer. Lag halt auch am Thema an und für sich, denn es kommt halt auch drauf an mit WAS man sich selbstständig macht. Das eine davon läuft wohl mein ganzes Leben immer “nebenbei” weiter, aber ich kann nicht davon leben. Als mein Mann sich selbstständig gemacht hat, stand ich sofort voll hinter ihm und zusammen sind wir ein unschlagbares Team. Davon können wir mittlerweile gut leben, auch wenn das mit dem Geld immer so ne Sache ist, denn es fließt halt nicht gleichmäßig. Risiko ist immer dabei. Aber und nur deshalb blogge ich. Darauf bin ich nicht angewiesen, aber mein ganzes Herzblut steckt drin und irgendwann soll es auch Geld einbringen.

    Lieben Gruß, Bea.

  4. August 20, 2018 / 8:27 pm

    Sehr interessanter Beitrag. So ein Schritt in die Selbstständigkeit erfordert schon eine Menge Mut, aber manchmal fehlt einem nur der richtige Auslöser.
    Finanzielle Sicherheit ist aber denke ich ein recht großer Punkt um den Schritt wirklich wagen zu können.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

  5. August 20, 2018 / 9:05 pm

    Sehr cooler Beitrag der mal zeigt wieviel Überlegungen eigentlich dahinter stecken wenn man sich selbstständig machen will.
    Definitiv ein großer Schritt, aber manchmal muss man den Sprung ins große Ungewise wagen

    Liebe Grüße Anni von https://hydrogenperoxid.net

  6. August 21, 2018 / 3:37 am

    Im Gedanken war ich alles… Das ist nicht nur im Gedanken bei mir so. Ich bin Floristin, Bürokauffrau und Marketingassistentin mit dem Schwerpunkt Contrnt Marketing. Ich dachte mir immer, das der Job, in dem ich alles machen kann was mich interessiert l, erst noch erfunden werden muss. Und dann habe ich angefangen zu bloggen. Letztes Jahr hatte ich dann ein Nebengewerbe und wollte es zumindest erstmal versuchen. Es hat jedoch nicht so geklappt wie ich gehofft hatte. Mittlerweile fände ich es schön immer mal wieder etwas anderes tun zu können außer immer meinen festen Job Tag ein Tag aus. Denn es gibt da noch so viel mehr. Sicher könnte man als Freelancer mehr machen, aber drei Fragen würden mich immer daran hindern. Bin ich nicht zu alt? Was wenn es nicht klappt? Und dann eben das Thema mit dem sicheren Einkommen. So schön ich mir auch vorstellen Frei zu sein was Jobs angeht und da arbeiten zu können wo ich gern möchte, aber gleichzeitig habe ich auch unheimlichen Respekt davor.

    Danke für den tollen Beitrag und den Einblick.
    LG Dany von https://www.danyalacarte.de

  7. August 21, 2018 / 4:31 am

    Reinige Dein Mindset. Selbst und ständig, wenn Du das als Glaubenssatz verinnerlicht hast, dann wirst Du den Schritt in die Selbständigkeit kaum wagen. Falls Du es doch wagst, brennst Du aus, weil Du Deinen Glaubenssatz leben wirst. Reinige, egal ob Du überlegst Selbstständig zu werden, oder wenn Du es schon ohne Leichtigkeit bist, Dein Mindset von diesem Glaubenssatz. Ich bin mein gesamtes Arbeitsleben selbständig und musste/durfte dies auch lernen.
    Alles Liebe
    Annette

  8. August 21, 2018 / 4:47 am

    Der Beitrag war super interessant zu lesen! Klar, das mit den Finanzen war irgendwie schon logisch. Immerhin muss man sich erst einmal etwas aufbauen. Aber ich finde es spannend, dass das Theme Homeoffice angesprochen wurde. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht.
    Ein gelungener Post! 🙂 Vielen Dank!

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

  9. Anja
    August 21, 2018 / 9:43 am

    Ein toller Beitrag mit ganz vielen wertvollen und interessanten Tipps. Ich glaube auch Mut, Kraft und Leidenschaft braucht man ganz dringend, um durchhalten zu können 😉
    Liebste Grüße
    Anja von https://pinkshape.de

  10. August 21, 2018 / 11:37 am

    Toll, ein sehr spannender Artikel und einfach so lebensecht 🙂 Schönes Thema für eine Blog – Reihe.
    Tja, manchmal muss man den Sprung ins Ungewisse einfach wagen. Ich wäre wohl nicht so mutig ;-9

    Liebste Grüße,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

  11. August 22, 2018 / 7:02 am

    Sehr toller Artikel. Ich spiele auch mit dem Gedanken mich selbständig zu machen aber es fehlt mir einfach noch der Mut dazu.

    Was ist wenn es nicht klappt. Die Angst zu versagen blockiert mich.

  12. August 22, 2018 / 8:21 am

    das A und O bei der Selbstständigkeit ist eine gute und vorausschauende Planung wie ich finde 🙂

    das merit man bei der lieben Anna ja auch direkt 😉

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  13. August 29, 2018 / 1:19 pm

    Super schöner Beitrag, der es auf den Punkt bringt! Absolut wichtig ist eine gute Planung und Struktur, um den Folus nie zu verlieren!

  14. August 29, 2018 / 1:19 pm

    Super schöner Beitrag, der es auf den Punkt bringt! Absolut wichtig ist eine gute Planung und Struktur, um den Folus nie zu verlieren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere


Etwas suchen?